Teenie-Soap "Galore" will Feuerlegen ohne einen Funken Originalität, bei "Ärtico" kühlen Temperaturen und Interesse noch weiter ab, doch "52 Tuesdays" entschädigt für alles.
„Die Welt ist voll von Menschen, die daran scheitern zu werden, was sie werden könnten“, heißt es einmal in N – The Madness of Reason. Wohl wahr, und die Berlinale ist voll von Filmen, die daran scheitern zu werden, was sie werden könnten.
Neun Jahre nach seinem letzten abendfüllenden Spielfilm meldet sich der multidisziplinäre Filmemacher Hal Hartley zurück und vollendet sein kurioses Crossover aus Familienepos und skurriler Komödie.
"Das Cabinet des Dr. Caligari" verstört in einer grandios restaurierten Fassung, "The Darkside" wagt sich weiter auf der Schattenseite vor. Nur "Velvet Terrorists" terrorisiert mit reiner Dumpfheit.
"Der Samurai" lässt in einem heimeligen Dorf Köpfe rollen, "Tape_13" ist zeitgenössisches Horrorkino aus Deutschland (also nur auf filmischer Ebene gruselig) und "If You don't I will" wirft dramaturgische Fragen auf.
Die USA verkörpern eine Extremform der westlichen Gesellschaft. Würde dergleichen in einem anderen Land geschehene, würden die Amerikaner niemals gehen, sondern dort bleiben, bis sie ihr Problem behoben haben.
In Brasch – Das Wünschen und das Fürchten zeichnet der Regisseur ein präzises Porträt des kontroversen Künstlers, dessen Todestag sich zum Filmstart jährt. Im Bistro direkt unter Braschs einstiger Wohnung am Schiffbauerdamm, sprach Rüter über Einsamkeit, Exzesse und den Einfluss, den der langjährige Freund nicht nur auf ihn hatte.