"Der Samurai" lässt in einem heimeligen Dorf Köpfe rollen, "Tape_13" ist zeitgenössisches Horrorkino aus Deutschland (also nur auf filmischer Ebene gruselig) und "If You don't I will" wirft dramaturgische Fragen auf.
Vom Scheitern eines Zustandes, der als scheinbar perfekte Beziehung begann. Derek Gianfrance begibt sich mit seinen Figuren auf die bittersüße Suche nach den Ursachen.
New Orleans ist der abblätternde Prunk alter Kolonialbauten und der Natur trotzende Ruine. New Orleans ist Robert Johnson, der nachts zu einem einsamen Kreuzweg geht, mit einem Hühnersandwich und seiner Gitarre.
Mythos, Magie und Moderne verknüpft Asinnajaq alias Isabella Weetaluktuk mit spielerischer Leichtigkeit zu einem filmischen Quilt, der mit der Geschichte der Inuit auch ihren eigenen Wurzeln nachspürt.
Der letzte Schwarz-Weiß-Film des Meisterregisseurs schmerzlicher Melancholie ist bekannt als sein düsterster. Seinen Abschied vom poetischen Chiaroscuro, das die Empfindungen der Figuren auf subtile Weise unterstreicht oder kontrastiert, gestaltet Yasujiro Ozu zu einem Abstieg in das umfassendste Dunkel der Szenerie und Gefühle.
Seelische Abgründe sind von jeher das bevorzugte Terroir Lynne Ramsays, deren kondensierte Noir-Fabel über die Vergeblichkeit von Hoffnung in einer verkommenen Welt sinniert. Ihre malerische Bildsprache kontrastiert Aufnahmen von träumerischer Harmonie mit Szenen eruptiver Brutalität, die an Psyche und Körper unauslöschbare Spuren hinterlässt.
Das Sargwerkzeug eines satanischen Erfinders macht in Mauro Borellis Geisterstreifen seinem Namen alle Ehre, denn es ermöglicht die Gratwanderung zwischen Diesseits und Jenseits. Dass der Tod nicht mit sich spaßen lässt, weiß spätestens seit Final Destination jeder - außer Kyle und seine Freunde.