"Er ist ein einfacher Mann", sagt die neue Arbeitgeberin Yolanda (Sonia Almarcha) zu Marcela. Viel Kummer bereitet Yolandas bettlägeriger Vater (Celso Bugall) der jungen Bolivianerin (Magaly Solier) nicht, welche die erwachsene Tochter von Amador als Pflegekraft eingestellt hat.
„Die Chinese sagen: Wo Eisen ist, ist auch Rost.“ Für den Titelcharakter gilt der Film-Spruch genauso wie für Rapper, Filmvermarkter und Produzent RZA. Das Kung-Fu-Spectakel ist sein Regiedebüt und hoffentlich Regie-Schwanengesang.
Jede Nacht gehen Nico und Dino gemeinsam auf Beutezug. Auf Samtpfoten huschen sie über die Dächer von Paris. Jene luftige Region ist der Hauptschauplatz des Animationsabenteuers des französischen Regie-Duos.
Der Appell an die Wegwerfideologie, die Jeremy Seifert in seiner lakonisch Doku Dive! anging, kam offenbar auch bei Valentin Thurn an. Der deutsche Dokumentarfilmer adaptiert flugs Seiferts Modell, sucht sich ein paar Eckdaten zusammen und deckelt alles mit einem Gesellschaftskonstrukt, das Mangelernährung, Food Shaming und klassenspezifisches Konsumverhalten ausblendet.
96 Minuten beherrscht die Leinwand für die Zeit, die der Titel nennt. 93 Minuten läuft Aimée Lagos´ aussichtsreiches Debüt. Die übrige Zeit braucht es, um die Wirkung der intensiven Filmfahrt abklingen zu lassen.
Träumt man nicht immer von Monstern, wenn die Eltern davor warnen? Als würden Worte wie die von Juans Mutter Luisa (Pilar López de Ayala) in der Anfangsszene die nächtlichen Besucher erst beschwören, die sie vertreiben sollen. Als wollten die Eltern, dass man sich fürchtet und Schutz bei ihnen sucht, weil sie selbst Angst allein im Dunkeln haben.
In ihrem lakonischen Regiedebüt verwirklicht Greta Gerwig endlich das kreative Potenzial, dem die Zusammenarbeiten mit anderen Drehbuchautoren und Regisseuren bei Werken wie Frances Ha und Mistress America im Wege stand.
"It´s magic", schwärmt Lloyd Buist (Adam Sinclair) und diese alte schwarze Magie hält den alternden Junkie gefangen in künstlicher Nacht: der von schwarzlichtschimmernden Clubräumen und einer emotionalen Finsternis. Ist diese narkotisierte Hatz in geistigem Leerlauf die Titel gebende Ekstase von Rob Heydons dramaturgischem Delirium?
Totenstill ist es nicht. Die Vögel singen hier das ganze Jahr. Mit etwas Glück hört man sie sogar im Winter. Die Bäume rauschen und der Wind raschelt zwischen den Steinen. Der ganze Ort scheint erfüllt von Stimmen, als wolle die Stätte selbst ihre Geschichten zuflüstern.